fit & munter

Stramilano Halbmarathon in der zweitgrössten Stadt Italiens

Kurzfazit
Organisation: sehr gut.
Streckenführung: die Strecke ist mässig attraktiv.
Verpflegung: Getränke in verschwenderischen PET-Flaschen; nichts zu futtern.
Profil der Strecke: meistens gut ausgebaute Strassen; gelegentlich Kopfsteinpflaster; keine Steigungen.
Besonderes: gute Stimmung am Start.
Startgeld: Euro 25.-.
Stadt: sehenswert, aber kein Muss.

 

Nach fast 2-jähriger Pause (aufgrund reduziertem Training und einer hartnäckigen Achillessehnenentzündung «was für ein Wort») war es wieder einmal an der Zeit, an einer grösseren Laufveranstaltung teilzunehmen, wie immer in Verbindung mit einem Städtetrip. Die Wahl viel dieses mal auf Mailand / Milano bzw. auf den «Stramilano International Half Marathon». Um einen Halbmarathon zu finishen, benötigt es kein zeitintensives Training, was natürlich für dieses Mal genau das Richtige war. Zudem lässt sich Mailand mit dem Auto in kurzer Zeit und komfortabel erreichen.

Start vom Stramilano 2011.

STRAMILANO 2011

Um es vorweg zu nehmen: der Stramilano ist in meinen Augen kein Lauf, den man/n gelaufen haben muss, dazu ist die Strecke zu unattraktiv. Wer jedoch unbedingt einmal in diese Stadt möchte, kann dies ja gleich verbinden. Gestartet wird an der Piazza Castello, was zwar auch attraktiv ist, aber z.B. den Dom bekommt man während des Laufes nicht zu Gesicht. Beendet wird der Lauf in der Arena Civica, welche gleich hinter dem Start liegt. Die ganze Strecke führt um die sehenswerte Innenstadt herum. Einen schnellen Halbmarathon lässt sich laufen, da alles nahezu flach ist. Lediglich die Pflastersteine stören meinen Laufstil. Nach ca. zwei Kilometern macht die Strecke eine 180-Grad-Wende und man kann kurzzeitig den Spitzenläufern in die Augen blicken, welche auf der Gegenseite an einem vorbei rauschen. Immerhin, Viktor Röthlin war mit dabei. Er finished als 11. mit 1:02:45. Kisorio Kipkoech KEN hatte an diesem Tag das Rennen gemacht.

Entgegen der offiziellen Karte gibt es mehr Getränkestände als angezeichnet. Hier zeigt sich jedoch, dass man in Italien und nicht z.B. in Deutschland läuft. Wasser wird in 3 dl PET-Flaschen gereicht, was natürlich so gut wie niemand nur annähernd austrinken kann. Zudem ergibt sich daraus einen enormen PET-Abfall mitten auf der Strasse, der zusätzlich die hinteren Läufer in gefährliche Ausweichmanöver zwingt. Das Abfall-Management sollte hier deutlich verbessert werden. Ebenfalls wurde keinerlei Essbares zur Verfügung gestellt. Läufer/innen die darauf zählen, zwischendurch eine Banana oder ähnliches zu bekommen, sind hier leer ausgegangen. Ebenso fanden die hinteren Ränge im Ziel kaum noch was trinkbares vor bzw. mussten, genau wie nach der Finisher-Medalie, heftig danach suchen.

Besseres zu berichten lässt sich über die Organisation. Entgegen meiner Befürchtungen funktionierte diese tadellos. Nach der Online-Abmeldung über die Internetseite stramilano.it wurde ich mit diversen Bestätigungs-E-Mails auf dem laufenden gehalten und konnte am Vortag des Laufes mit der ausgedruckten Bestätigung die Start-Nummer etc. im Stramilano Centro auf dem Domplatz in Empfang nehmen. Immerhin, da sieht man den Dom 😉 Nebst dem unzähligen Werbekrimskrams bekommt man für Euro 25.- Startgeld noch ein attraktives, hellgrünes Stramilano-Laufshirt.

 

Mein Fazit zum Stramilano

Wer eh einmal Milano besichtigen möchte, kann dies gleich mit dem Stramilano verbinden.

Wer keinen Halben laufen möchte, kann ebenso auf der 10 km oder 5 km Strecke teilnehmen, welche übrigens direkt am Dom starten. Ansonsten lohnt sich aus meiner Sicht die Teilnahme nicht unbedingt.

Strecke Stramilano 2011 180-Grad-Wende Blick zum Duomo

 

Nächtigen in Mailand

Holidaycheck und anderen Portalen sei Dank. Hier hatte ich ein sehr gutes Händchen:

Hotel Gran Duca di York 3 Minuten vom Dom, ruhig gelegen, sehr freundliches Personal

Wunderschönes, gepflegtes Hotel im Castello-Stil, mitten im Herzen von Milano, sehr ruhig in einer Nebenstrasse gelegen (und das obwohl keine 150 Meter weiter der Innerstadt-Verkehr vor sich hin lärmt). Sehr freundlicher Rezeptions-Empfang, nettes Personal. Hotel (wie in Italien scheinbar üblich), relativ ringhörig. Ab hier kann wirklich alles zu Fuss erkundet werden und daher relativieren sich die hohen Zimmerkosten, da keine zusätzllichen Metro-, Taxi- oder andere -Zusatzkosten entstehen. Nur gute 3-5 Minuten zu Fuss zum Dom. Für Teilnehmer vom Stramilano Halb-Marathon ist die Distanz zum Start/Ziel ebenfalls in nur 10 Minuten zu erreichen: www.ducadiyork.com

Hotel Gran Duca di York - Milano

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