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Jobsuche im Internet – ein Erfahrungsbericht (Jobs, Arbeit, Stellen, Job suchen, Stellensuche)

Jobsuche im Internet – Stand Januar 2011

Die Zeiten der Jobsuche via Zeitungsinserat scheinen definitiv vorbei zu sein. Zumindest trifft dies auf mich als Kaufmann und/oder Mediamatiker zu. Nicht so im Internet, hier macht sich eine kostenlose Fundgrube auf, die nur genutzt werden will.

Mit etwas Geschick, Ausdauer und Verständnis für die Internetwelt und die Jobsuche artet (schon fast) zum Vergnügen aus, da Mann/Frau von unzähligen passenden Jobs gerade zu überhäuft wird. Zuerst ist da «das leere Blatt» und man fühlt sich etwas überrand, aber sobald der Faden einmal gefunden worden ist, reihen sich neue Plattformen wie Puzzle aneinander. Zuletzt heisst es dann wieder ein paar dieser Plattformen oder Tools zu entsorgen, um die Übersicht mit den wichtigsten und geeignetsten zu behalten.

Kurzanleitung
Jobsuche im Internet – schnell aktiv werden!
  1. Auf jobs.ch suchen und E-Mail abonnieren
  2. Auf jobrapido.ch suchen und E-Mail abonnieren
  3. Google Alerts erstellen

Wer gerade auf Stellensuche und/oder arbeitslos geworden ist, findet hier schnell diesen Faden. Arbeitslose, welche gegenüber dem RAV ihrer «Nachweispflicht» nachkommen müssen, könne hiermit schnell und effektiv den Einstieg finden.
Helfen Sie mir diesen Artikel zu ergänzen und schicken Sie mir weitere interessante Links oder Tipps, wie Sie erfolgreich die Job-Suche im Web angepackt haben.

Einfach beginnen
Mit der Suche nach «jobsuche schweiz» bei Suchmaschinen wie Google, Search.ch oder auch Yahoo.ch werden auf einen Schlag unzählige Jobplattformen angezeigt. Sehr gute Erfahrungen habe ich gemacht mit:

  1. www.jobs.ch/de/ – einfache, verständliche Jobsuchmaschine mit guten Resultaten.
    Textsuche macht während des eintippens Vorschläge und lässt sich auf viele Faktoren eingrenzen (Branchen, Region, Position). Zudem kann man sich mit «job.mail» kostenlos offenen Stellen per E-Mail zukommen lassen. Das eigene Job-Konto ermöglicht es, Stellen aufzulisten, zu merken und mit einem Status wie «pendent», «beworben» etc. ergänzen. Hilfreiche Informationen zum jeweiligen Status ergänzen das grossartige Angebot. Ein eigenes Profil auf jobs.ch soll mögliche Arbeitgeber auf einem aufmerksam machen und eine sogenannte «Job.DNA» zeigt eigene Talente und persönliche Ambitionen auf. Ganz nett.
  2. www.jobrapido.ch – mein persönlicher Favorit!
    «Einfachheit» ist bei Jobrapido das Credo. Ein Textsuchfeld plus Ort und fertig ist die Suche. Zudem lassen sich Jobsuchen per E-Mail abonnieren, was unglaublich praktisch ist. Jobrapido sucht laufend neu ausgeschriebene Stellen im Netz und listet diese aktuell und zuverlässig auf. Selbst Stellen z.B. bei der Stadt Basel werden zuverlässig gefunden. Wo ich vorher unzählige Einzelseiten absuchen musste, konnte ich dies Dank Jobrapido deutlich reduzieren.
  3. Google Alerts – ein weiterer Favorit.
    Einfach, genial und kostenlos. Dieser «Alarm» ist in Sekunden erstellt und man wird je nach Wunsch täglich oder wöchentlich über die gewünschten Themen per E-Mail informiert.

Mit diesen beiden Suchmaschinen und Google Alerts ist man vom Start weg ziemlich gut bedient und erhält – sofern sinnvoll definiert – bereits am zweiten Tag eine Menge Stellen zugemailt und ist erstmal gut beschäftigt.

Mehr Zeit investieren
Nun kommt der Punkt, wo weitere Plattformen, Tools und Hilfsmittel die Jobsuche erweitern.

  1. Freunde, Bekannte und ehemalige Geschäftspartner persönlich kontaktieren und wissen lassen, dass man auf Stellensuche ist.
  2. Weitere Stellensuchportale wie jobscout, monster, jobwinner u.a. berücksichtigen (Suchen, Job-Mail abonnieren etc.)
  3. Metasuchmaschinen wie z.B. indeed, Gigajob, Jobkralle etc. verwenden.
  4. Auf Temporär-, Personal-, Stellenvermittlungsseiten wie z.B. Adecco, Planova, accenture, Aris, IPS etc. nach offenen Stellen suchen und/oder was bei den meisten möglich ist, eine Blindbewerbung/Initiativbewerbung gleich online erstellen. Nach meiner Erfahrung sind diese Vermittler ziemlich überlastet und reagieren darauf nur bei einer genau passenden Stelle. Initiativbewerbungen werden so gut wie nie beantwortet.
  5. Spezialisierte Personalberater/-Büros: aufgrund deren guten Kontakte zu den entsprechenden Firmen ist dies eine wichtige Bewerbungshilfe. Zudem werden geeignete Kandidaten nach besten Kräften unterstützt. Gehört eigentlich unter Punkt 4. bei «Einfach beginnen».
  6. Unzählige Job-Newsletter von Grosskonzernen wie SBB, Migros, Coop, Post, Baloise, Zürich etc. warten nur darauf, entsprechende E-Mails zu senden.
  7. Talent Pools: Novartis, Roche oder auch Baloise erfassen Bewerbungen in TalentPools (Taleo). Ausser dass man von Zeit zu Zeit von automatisierten Job-E-Mails kontaktiert wird, passiert damit leider nicht viel.
  8. Arbeitslose, beim RAV gemeldete, haben die Möglichkeit, via treffpunkt-arbeit.ch und link-jobs.ch (per 31.01.2013 ersatzlos eingestellt) auf die Pirsch zu gehen. link-jobs.ch entspricht so ziemlich genau der Funktionalität von jobs.ch, hat jedoch noch folgende kleinen Zusatzbenefit. Und zwar kann man über die eigens abgespeicherte Sammeliste Ende Monat auf Knopfdruck den wichtigen «Nachweis» für den RAV-Berater erstellen. Leider betrifft dies nur die Jobs von dieser Plattform und daher ist der Nutzen nur gering. Um sich bei link-jobs.ch einzuloggen, benötigt man eine ID-Nummer vom Berater.
  9. Spezielle Branchen-Suchmaschinen suchen (z.B. medienjobs.ch) und ebenfalls verwenden.
  10. Mit Hilfe von z.B. search.ch (Telefonbuch oder Jobs/Stellen), local.ch, mybasel.ch spezifische Branchen sortieren und Blindbewerbungen an passende Firmen senden.
  11. Fachmagazine, -Zeitungen etc. kaufen und die spezifischen Stellenrubriken durchchecken.

Underground Suche
Nicht für jedermann, aber für einige dürfte noch – ich nenne dies «underground Suche» – Erfolg versprechend sein:

  • Webseiten wie ronorp.ch, Uni Basel Marktplatz und ähnliche führen eigene kleine Job-Rubriken. Dort inserieren meistens kreative oder kleine Firmen, die nur wenig für Stelleninserate bezahlen möchten. Dort suchen und «sich selbst» inserieren!
  • Internet-Foren suchen, die über den gesuchten Beruf diskutieren. Hier gibt es oftmals ausgeschriebene Stellen und auch hier: «sich selbst» inserieren!.
  • twitter bzw. twitter-search ist eine weitere Möglichkeit, sich auf die Stellensuche zu machen. Meistens jedoch decken sich diese tweets mit Stellen, welche schon online gestellt sind und durch o.g. Tools entdeckt werden.
  • Für einige Berufe eignen sich vortrefflich Profile auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing, linkedin etc. (vor allem via Xing habe ich doch einige Anfragen erhalten)
  • Eigene Seite/Blog erstellen und gefunden werden. Ich persönlich bin davon nicht allzu überzeugt. Kann, muss aber nicht funktionieren. Zudem hat man da eine Plattform mehr, die gepflegt und à  jour gehalten werden will.

Praktisches, Hilfsmittel, Arbeitsmethodik
Zeit ist Geld oder das stundenlange Suchen kann einen recht ermüden und unaufmerksam machen, daher haben sich folgendes Vorgehen bei mir bewährt:

  • Mit verschiedenen Browsern immer à  jour sein:
  1. Browser, z.B. Safari, verwende ich für allgemeine Suche, E-Mail-Konto-Abfrage etc.
  2. Browser, z.B. Firefox, verwende ich, um die aktuellen Stellen/Plattformen abzusurfen
  3. Browser, z.B. Flock, speichere ich fix die Seiten, die ich irgendwann mal checken oder einmal in der Woche durchsehen möchte. Dazu öffne ich jede Seite in einem neuen Tab und beim Schliessen weise ich den Browser an, beim nächsten Start all diese Tabs wieder automatisch zu öffnen. So bin ich innert kurzer Zeit wieder auf dem letzten Stand und einsatzbereit

Vorstellungsgespräch
Endlich eine tolle Firma gefunden, aber nach der Suche kommt die überzeugende Bewerbung und das Vorstellungsgespräch – und dann geht’s ja eigentlich erst recht los. Darüber möchte ich jetzt aber nicht schreiben, denn dazu gibt es schon unzählige und gute gemachte Artikel wie z.B. unter

Monitoring oder Recherchieren über den neuen Arbeitgeber
Nicht alles ist Gold was glänzt oder Sie möchten recherchieren, was so über den neuen möglichen Arbeitgeber an Informationen zu finden sind:

  • Kununu – Arbeitnehmer bewerten Arbeitgeber oder auch job7. Klar, man darf hier nicht alles für bare Münze nehmen, aber einen Hinweis oder Tendenz wie den die neue Firma so sein könnte, können diese Plattformen schon vermitteln.
  • Google News oder Blog-Suche können hier ebenfalls gute Dienste leisten

So, ich hoffe mit diesen Zeilen konnte ich Job suchenden Neueinsteigern die erste Hürde zur Online-Jobsuche im Internet erleichtern.

PS: bitte bewerten Sie diesen Artikel mit Klick auf die Sterne und/oder auf Kommentare freue ich mich

4 Gedanken zu “Jobsuche im Internet – ein Erfahrungsbericht (Jobs, Arbeit, Stellen, Job suchen, Stellensuche)

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