fit & munter

Newquay nach Perranporth: ein grandioser Wander-Start

Von Newquay nach Perranporth (South West Coast Path)

Tag 1:

  • 5:40h in Bewegung.
  • 23,5 km
  • 360 Höhenmeter

Direkt vom Start weg kam mir dieses Musikstück in den Sinn:
Genesis – Firth Of Fift «The path is clear though no eyes can see, the course laid down long before …»

Grandioser Start in unser Wanderabenteuer ab Newquay. Die erste Nacht haben wir im Hardson House von Mark und Karen, dem besten B&B unserer gesamten Ferien, verbracht (natürlich wussten wir das erst am Ende unserer Auf-und-ab-Wanderung) und auch das English Breakfast am nächsten Morgen liess sich nie mehr so ganz topen. Vielleicht lag es auch an der enormen Vorfreude und weil alles neu war. Wie auch immer, nochmals, ein grandioser Start.

Nachdem wir Newquay hinter uns gelassen haben – übrigens bekannt als The Surfing Capital of Britain – wurde uns gleich mal der «Tier-Tarif» auf den ersten Metern bekannt gegeben: «Adders may be basking on sunny days in the dunes» stand da. Wer also Schlangen nicht wohlgesonnen ist, sollte nur an regnerischen Tagen wandern. Übrigens haben wir keine einzige Schlange gesehen. Dafür begleiteten uns die ganzen Ferien über die von den Einwohnern nicht gern gesehenen «Gulls». Kurz gesagt Möwen im Grossformat, die auch nicht zurückschrecken, einem in Flugattacken das Essen zu stehlen. Mir persönlich haben die Viecher unglaublich gefallen. Alleine das Möwengeschrei den ganzen Tag lieferte unbezahlbare Ferienstimmung.

Kurz nach Newquay kreuzt der Sout West Coast Path den Fluss «Gannel». Diesen gilt es bei Ebbe zu durchwandern oder bei Flut die Fähre, notabene ein kleines Böötli, für die paar Meter zu nehmen. «Don’t Pay the Ferryman» kommt mir hier als geeignete Kopfmusik in den Sinn. Danach nimmt es mit Touristen schlagartig ab und jetzt fängt es an, so richtig zu gefallen. Mehr oder weniger einsame Wegabschnitte, in prächtiger Natur, umhaucht von einer Brise Meer, welches sich die ganze Wegstrecke hinweg (sinnvollerweise) immer auf der rechten Seite befindet. Bis nach Holywell scheint es sich endlos hinzuziehen. Aber wir sind ja erst am ersten Tag und da ist alles noch nicht so eingespielt. Nach einer kurzen Sandwich-Lunchpause im Regen, eng anstehend an einer der wenigen Bäume, kommen wir dann an die langgezogene Perranporth Beach. Hier heisst es Wanderschuhe ausziehen und Barfuss die letzten Kilometer am Strand entlang. Perranporth müssen wir jedoch leider schnell durchqueren, da wir nach über 22 km noch einen letzten Anstieg zum St. George’s Country House Hotel haben. Mit dem ganzen Gepäck doch eine anstrengende Wanderung für den ersten Tag.

Das St. George’s Country House Hotel bietet dafür einen grosszügigen Ersatz. Als zweite Übernachtung haben wir hier wieder einen Volltreffer gelandet. Die Beste und sauberste Unterkunft bisher in Cornwall, zusammen mit dem Hartson House in Newquay. Eine ansprechende Vintage-Einrichtung und grossen Garten, den wir aufgrund des «Englischen Wetters» nicht geniessen können. Gutes Abendessen (English Stew und vegetarische Pasta), super Frühstück und ein unterhaltsames Wirtepaar. Leider, für Coast Path-Wanderer, ist das Guesthouse etwas abseits auf dem Hügel gelegen. Eine rechte Herausforderung nach dem langen Wandertag.

Für Details wie Strecke, Höhenmeter etc. auf diesen Link bzw. Bild klicken!

Newquay-to-Perranporth_South-West-Coast-Path-Cornwall-England

(Das Wetter zeigte sich «Englisch» grau, deutlich kühler wie zu Hause und bereits heute mussten wir zeitweise unsere leichten Regensachen anziehen)

 

 

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