fit & munter

Gratwanderung auf dem Buochserhorn

  • Tour: für Wanderer, die mehr als T2 mögen und mehrere Stunden Saft haben.
  • Anforderung: mittlere Kondition und Trittsicherheit erforderlich.

Mann-o-mann, solch einen Muskelkater in den Oberschenkeln hatte ich schon lange nicht mehr :-0 Geholt habe ich mir diesen bei einer eigentlich durchschnittlich anstrengenden Wanderung, die dann aber doch in «7-Stunden-unterwegs» geendet hat. Als Entschuldigung kann ich nur hinzufügen, dass dies quasi mein Saisonstart in die grösseren Wanderungen war und meine mittlerweile untrainierten Muskeln – wegen Achillessehnenproblemen musste ich auch mit dem Joggen aufhören – noch nicht auf dem Vorjahresniveau sind.

Genug der Ausreden, hier gibt’s noch ein paar Details, warum aus den geplanten 600 Höhenmeter dann 1’200 rauf und über 1’680 runter wurden. Der Grund dieses Wanderzieles war die vom Wandermagin Schweiz und Peakhunter ausgeschriebene 3 aus 30 Challenge – dabei wählt man aus 30 Wandervorschlägen drei bis max. T3 aus  (Link siehe unten).

Gestartet wird bei der Luftseilbahn in Niederrickenbach (Maria Rickenbach) 1200 Meter über Meer. Diese erreicht man über Dallenwil und fährt für CHF 11.- (Halbtax, ohne Retour) hoch in dieses kleine Dorf mit Kloster. Der Weg führt gut ausgeschildert über den Beikigrat gute 650 Höhenmeter Richtung Himmel zum Buochserhorn. Soweit so gut. Für uns geübte Alpinwanderer war dies natürlich trotz Saisonstart irgendwie doch zu wenig. Oben auf dem Buochserhorn gibt es einen blau-weiss markierten Gratweg Richtung Guberen. Normalerweise würden wir solch eine Möglichkeit ohne Bedenken umgehend in Angriff nehmen. Wir mussten aber zuerst in uns gehen, hatten wir doch die falschen Wanderschuhe für diesen Weg an. Es hatte am Vortag geregnet und auch noch Schneereste machten den schmalen, steilabfallenden Pfad zu einer unberechenbaren Rutschpartie mit Sturzmöglichkeiten auf beiden Seiten. Wie auch immer, der Stolz obsiegte und wir nahmen den Pfad eher unter den Hintern als unter die Füsse. Das rutschige, abschüssige Gelände verlangte nach zwei Händen die sich in die Grasnarben krallen können, zwei stabilen Beinen und einen Hintern, um sich gelegentlich drauf zu setzen.

Auf diese Weise konnten wir die 300 Meter über den Grat gut überwinden. In Guberen, einem kleinen Weiler mitten in einer prächtigen Blumenwiese, legten wir uns zum Powernap vor die noch ungenutzten Kuhställe. Zuvor genossen wir den sensationellen Blick auf den Vierwaldstättersee. Danach ging es weiter runter zum Unterspis und anschliessend wieder ununterbrochen hoch zum Beikigrat via Sasselers Hus, Alpeli und Bocki.

Ab hier nutzten wir dann den gleichen Weg zurück nach Niederrickenbach. Leider öffnete die Küche des einzigen Restaurants im Ort erst um 18.30h, sodass wir weiterziehen mussten und den restlichen Weg zurück nach Dallenwil auch noch zu Fuss gingen. Und siehe da, die Ursache des Muskelkaters ist entdeckt. Unterwegs verfranzten wir uns noch so richtig schön auf einem falschen Waldweg, was uns zu einer Abkürzung quer durch den Wald bei doch recht anständigem Gefälle nötigte. Alles ist gut gegangen, darum steht ja auch dieser Post.

Fazit:
wer eine längere Rundtour mit einem kleinen Kick sucht, ist hiermit gut bedient.

Links:

Meine Wanderung aufs Buochserhorn im Detail auf Komoot: www.komoot.de/tour/5076669?ref=wtd (Weitere Fotos, Höhenprofil, GPX-Datei etc. als Download)

Wandermagazin 3 aus 30 Challenge: www.wandermagazin.ch/peakhunter-challenge

PS: den Musenalper Grat. (T4-) haben wir leider verpasst 🙁

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